Vielleicht ist der Begriff „Hanfprotein“ bekannt, viele bezeichnen es sogar als echtes Nährstoffwunder. Und tatsächlich ist Hanfprotein ziemlich wertvoll. Sogar so wertvoll, als das sich der Mensch ausschließlich über mehrere Monate hinweg nur davon ernähren könnte, ohne zu sterben oder einen Nährstoffmangel aufzuweisen. Hanfprotein kann übrigens in Form von Hanfsamen zugeführt werden, aber auch konzentriert in Pulverform, um beispielsweise Shakes, Müsli oder Smoothies aufzuwerten. Welche Power im Hanfprotein steckt und wie man davon profitieren kann, erfahren wir jetzt.

Hanf - die Königin der Proteinpflanzen

Jeder Mensch braucht Aminosäuren, sprich Proteine, um zu überleben, denn sie stellen einen sehr wichtigen Makronährstoff dar. Und da der Mensch aus bis zu 20% Protein besteht, sind sie unabdingbar. Ein Nährstoffmangel kann sogar lebensgefährlich sein und die Basis für allerlei Krankheiten darstellen. Proteine sind als Baustoff für die Muskulatur, das Immunsystem, Hormone, Antikörper, den roten Blutfarbstoff und viele mehr notwendig. Ohne Proteine geht es also gar nicht. Hanfsamen bestehen, gleichermaßen wie der Mensch, aus etwa 20-25% Protein, wobei es sich bei Hanfproteinen um ganz besondere Proteine handelt. Es erfüllt sämtliche Anforderungen, die man sich in einem idealen Nahrungsprotein wünscht.

Für den Menschen enthält das Hanfprotein vor allem essentielle Aminosäuren, also solche, die der Mensch braucht, aber nicht selbst produzieren kann. Er muss diese über die Nahrung aufnehmen. Hanfprotein ist sehr reichhaltig an verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA´s) und genau diese sind es, die vor allem für die Muskulatur entscheidend sind. Ohne diese gibt es nämlich keinen Muskelaufbau. Darüber hinaus enthält das Hanfprotein sehr viel von der Aminosäure L-Arginin. Wir kennen diese Säure im Zusammenhang mit Sport und potenzsteigernden Effekten im Körper.

Und mehr noch können wir über das Hanfprotein sagen, denn es enthält nicht nur all diese Stoffe in ausreichender Menge, es liegt auch noch in einem optimalen Verhältnis vor. Hanfprotein bietet dem Menschen also ein vollständiges Aminosäureprofil. Und das nicht einmal in Form künstlich hergestellter Produkte, sondern in bioverfügbarer Qualität, wie sie unserem Körper nur nutzen kann.

Einzigartige Bioverfügbarkeit und optimales Aminosäureprofil

Betrachten wir die Welt der Pflanzen, so finden wir keine vergleichbare Pflanze, welche eine solch optimale Bioverfügbarkeit aufweist, wie das Hanfprotein. Es liefert ein ideales Mischverhältnis aller essentiellen Aminosäuren untereinander. Gleichzeitig stellt es eine einzigartige Proteinform zur Verfügung. Generell besteht das Hanfprotein aus zwei Proteintypen. Zum einen finden wir 65% Globulin Edistin, zum anderen 35% Albumin. Albumin ist ein sehr hochwertiges Protein, welches dem Eiklar sehr ähnelt, aber natürlich einen pflanzlichen Ursprung hat. Albumin ist hingegen sehr leicht verdaulich und eine perfekte Quelle für Antioxidantien.

Der hohe Anteil an Globulin sollte dabei besonders gewürdigt werden, denn im menschlichen Körper ist es die dritthäufigste Proteingruppe. Dort werden Antikörper gebildet, welche für unser Immunsystem entscheidend sind. Auch finden wir Globuline im Blutplasma eines Menschen. Dort sind sie für die verschiedensten Aufgaben zuständig:

  • Als Transcobalamin bindet es Vitamin B12 und transportiert es durch den Körper
  • Es bindet den roten Blutfarbstoff und transportiert diesen zu seinem Abbauort
  • Als Transferrin transportiert Globulin Eisen
  • Als Lipproteine transportieren sie Fette durch den Organismus
  • Als Blutgerinnungsfaktoren sorgen sie für die Gerinnung des Blutes, beispielsweise bei Verletzungen

Hanfprotein liefert uns also wichtiges Globulin, welches im Körper zwingend für unterschiedliche Aufgaben benötigt wird. Dabei ähnelt das Hanfprotein dem körpereigenen Protein sehr stark, sodass nach Aufnahme keine besonderen Umbaumaßnahmen des Körpers ergriffen werden müssen, um das Protein zu verarbeiten. Aus diesem Grund verbleibt auch kaum Abfall im Körper, welcher den Organismus belasten könnten. So sind es vor allem die nicht verwendbaren Proteine im Körper, welche Leber und Nieren schädigen und sich negativ auf das Blutbild auswirken können.

Hanfprotein ohne Trypsininhibitoren

Eiweiß ist im Hanfprotein nicht so viel vorhanden, da Hanfprotein keine Trypsininhibitoren enthält, wie sie etwa in der Sojabohne vorkommen. Trypsininhibitoren sind Stoffe, welche als Verdauungsenzyme bezeichnet werden und die Proteine im Dünndarm verdauen. Sind diese Enzyme jedoch blockiert, etwa durch die Trypsininhibitoren, so können auch die Proteine nicht verdaut werden und nutzen dem Körper folglich nichts. Das bedeutet: Hanfprotein kann weit umfangreicher vom Körper genutzt und aufgenommen werden.

Keine Verdauungsbeschwerden durch Hanfprotein

Hanfprotein enthält keine Oligosaccharide, wie sie in einigen Eiweißprodukten oder Präparaten vorkommen. Gemeint sind damit Kohlenhydrate, bzw. eine Art davon, da es unterschiedliche Formen davon gibt. Einige von ihnen gelten als Präbiotika, also Kohlenhydrate, die Nahrung für die Darmflora darstellen. Einige Menschen reagieren darauf mit Blähungen, also Gasansammlungen im Darmtrakt. Wer unter einer Fructoseintoleranz leidet, der sollte diese Art der Kohlenhydrate meiden. Hanfprotein führt daher nicht zu solchen Verdauungsbeschwerden und ist das ideale Pflanzenprotein bei Unverträglichkeiten und Nahrungsmittelallergien.

Was kann Hanfprotein für mich tun?

Hanfprotein ist auch sehr vitalstoffreich. Es enthält eine Menge Zink, Eisen und Magnesium, darüber hinaus viele Spurenelemente, die für den Körper wichtig sind. Generell kann ein Mangel dieser zu Haarausfall, Blutarmut oder Müdigkeit führen. Hanfprotein ist also der perfekte Lieferant für Mineralien und Spurenelemente, beispielsweise wenn es darum geht, einen Mangel auszugleichen.  Hanfprotein schützt zudem das Gehirn, was dem Fettsäuremuster des Hanfproteins geschuldet ist und den Cholesterinspiegel senkt. Mahlzeiten aus Hanf sind die ideale Ernährung für Menschen die mehr natürliches eiweiß zu führen möchten. Es ist auch für Senioren besonders empfehlenswert, da ältere Menschen Proteine ungenügend zu führen.

Ja, Hanfprotein enthält das optimale Fettsäuremuster in perfekter Ausführung für unseren Körper. So kommt es gar nicht erst zu Entzündungsverläufen im Körper, welche oft einem deutlichen Omega-6-Überschuss aufgrund unserer Ernährung, geschuldet sind. Perfekt ist das Hanfprotein übrigens auch im Bereich des Muskelaufbaus. Bekanntlich benötigen vor allem Sportler Eiweißquellen und nutzen hierfür oft isolierte, synthetische Proteinprodukte oder Proteine aus schlecht verträglicher Molke oder Soja.

Und mehr noch: Künstliche Eiweißprodukte enthalten keine Ballaststoffe oder andere Begleitstoffe, die für eine gesunde Verdauung benötigt werden. Die Folge: Die Proteine verbleiben zu lange im Verdauungstrakt, es kommt zu Fäulnisprozessen und Übersäuerungen, Blähungen, sowie zu Ablagerungen im Darm. Somit ist es deutlich gesünder, sich für ein Protein zu entscheiden, welches neben wertvollen Eiweißen, auch Ballaststoffe, essentielle Fettsäuren, Mineralstoffe und Vitamine liefert. So wird der Körperstoffwechsel zusätzlich angekurbelt und Darmgesundheit gefördert. Der Körper bleibt im Gleichgewicht und kann sich voll und ganz auf den Aufbau seiner Muskulatur konzentrieren.

Es lohnt sich also, nicht nur für Sportler natürlich, Hanfproteine zu sich zu nehmen. Sie gleichen Mängel aus, liefern wichtige Ballaststoffe und bringen die Verdauung ins Gleichgewicht, ohne diesbezüglich Beschwerden zu verursachen. Zu kaufen gibt es die Hanfproteine in Form Pulvern, auch in Kombination mit pflanzlichen B-Vitaminen. Und das Gute daran: In Form einer Mahlzeit sättigen die Hanfproteine zusätzlich und dienen dadurch auch im Gewichtsmanagement.

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