Tabakkonsum führt sowohl zu einer physischen als auch zu einer psychischen Abhängigkeit. Studien zufolge soll CBD, das bekannte Cannabinoid aus der Cannabispflanze, eine wirkungsvolle Unterstützung beim Rauchstopp sein.

„Wer mit dem Rauchen aufhören will, der schafft das auch!“

So zumindest laut einiger Ansichten zum Thema Raucherentwöhnung und Nikotinsucht. Und tatsächlich ist unlängst bekannt, dass das Rauchen eher eine schlechte Angewohnheit ist, weniger eine körperliche Sucht. Hier streiten sich natürlich die Geister, Fakt ist jedoch, dass nach einem Nikotinentzug eher psychische Faktoren eine Rolle spielen, weswegen der Raucher wieder damit beginnt. So schiebt man es auf die gewohnten Situationen, in denen eine Zigarette einfach sein muss und weniger auf das körperliche Verlangen nach Nikotin.

Nikotin und Qualmen – eine doppelte Sucht

Dennoch, die Qualmerei macht in zweifacher Hinsicht süchtig: Zum einen die psychische Komponente, das Ritual des Rauchens und die meist über die Jahre „eintrainierte“ Handbewegung der Zigarette zum Mund, welche das Belohnungszentrum stimuliert - zum anderen körperlich/physisch, in Form des Nikotins selbst. Nikotin wirkt innerhalb weniger Sekunden. Fällt der Spiegel an Nikotin im Körper ab kommt es schnell zu Entzugserscheinungen.

Zig Prozesse in unserem Körper und Gehirn werden von Nikotin beeinflusst. Die Wirkung des Suchtstoffes ist ein entscheidender Grund dafür, dass man überhaupt raucht, dass man abhängig wird und dass der Rauchstopp final auch so schwerfällt. Nikotin bindet an die Nikotinrezeptoren im VTA (ventralen tegmentalen Areal), jenem Hirnbereich in welchem die positiven Gefühle entstehen. Weiters wird der Dopaminspiegel erhöht und weckt ein zwingendes Verlangen. So gewöhnt sich der Körper (physische Abhängigkeit) an das Nikotin und bildet immer mehr Nikotinrezeptoren, die auch gesättigt werden wollen.

Teufelskreis Rauchen

Weiters sind immer größere Mengen an Nikotin von Nöten, um eine Wirkung zu erzielen oder um die Symptome des Entzugs zu unterdrücken. Zugleich wird dann auch noch jener Gehirnbereich stimuliert, welcher für das Lernen zuständig ist. Der präfrontale Cortex konditioniert nun obendrein und verankert das Rauchen mit festen Situationen. So findet die morgendliche Tasse Kaffee mit einer Zigarette statt und nach dem Essen ist das Rauchen eine „Pflicht“. Dies spiegelt die psychische Abhängigkeit wider und macht einen Ausstieg aus dem Prozess so schwer – was oftmals zu wiederholten Rückfällen führt [1]. Das Rauchen ist somit an bestimmte Auslösereize gekoppelt.

Gesundheitliche Auswirkungen des Tabakkonsums

Rauchen stellt das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko für viele schwerwiegende Erkrankungen dar und steht mittlerweile in reichen Industrieländern neben Bluthochdruck, Diabetes, körperlicher Inaktivität sowie Übergewicht an der Spitze der potenziellen Risikofaktoren [2].

Bei jeder Zigarette werden mehr als 4.000 Chemikalien eingeatmet. Während der Tabak verbrennt bilden sich verschiedene Arten von Rauch, der Hauptstrom gelangt beim Zug an der Zigarette in der Mundhöhle, dem Nasen- und Rachenraum, bis er final in den Lungenalveolen aufgenommen. Die giftigen Partikel des zudem entstehenden Nebenstromrauches sind noch kleiner - haften sich ebenso in den Alveolen der Lunge an und bieten zudem eine Belastung für Personen, welche sich mit Rauchern im selben Raum befinden – den sogenannten Passivrauchern [3].

„Der Rauch einer Zigarette enthält neben zahlreichen Karzinogenen weitere Toxine und freie Radikale [4].“

Die gesundheitlichen Folgen von Tabakkonsum sind vielfältig. Sie reichen von unmerklichen Funktionseinbußen (wie Lichtempfindlichkeit) bis hin zum Herzinfarkt [3]: Denn auf Dauer hält der Körper dem ständigen Zuführen von Schadstoffen nicht stand.

„Viel Rauch um nichts?“

Die giftigen Stoffe im Tabakrauch schädigen fast jedes Organ und haben auch Einfluss auf die Erbinformationen der Zellen in unserem Körper. Wer regelmäßig raucht erhöht das Risiko von chronischen und/oder Erkrankungen mit Einschränkungen der Lebensqualität. So wurden im Zigarettenrauch mehr als 90 krebserregende Stoffe nachgewiesen, was mit einem erhöhten Krebsrisiko bei Rauchern Hand in Hand geht.

Zudem steht Rauchen in Verbindung mit zahlreichen

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Atemwegserkrankungen
  • Frühzeitiger Hautalterung
  • Zahnerkrankungen
  • Fruchtbarkeitsminderungen und Einschränkungen in der Sexualität [5]

Rauchen fördert die Bildung von freien Radikalen

Stress charakterisiert in modernen Zeiten oft unsere Arbeit - aber auch unser Privatleben. Stress fordert von unserem Körper bereits hohe Leistungen und es laufen zahlreiche biochemische Vorgänge in unserem Körper ab, um sich daran anzupassen (Zuckerverbrennung, erhöhte Herz- und Muskeltätigkeit oder Freisetzung von Stresshormonen). Der Körper bildet vermehrt freie Radikale. Wer nun zusätzlich zur Zigarette greift erhöht die Radikalproduktion nochmals. Bereits eine Zigarette ist mit Billionen von freien Radikalen überfrachtet [6]. So trifft ca. ein freies Radikal auf jede eigene Körperzelle. Folgend muss der Körper einen Entgiftungsprozess in Gang setzen, damit kein Schaden entsteht. Der Verbrauch von Antioxidantien ist erhöht [4].

Rauchen lässt die Haut vorzeitig schön alt aussehen

Der natürliche Alterungsprozess der Haut wird durch den „blauen Dunst“ frühzeitig eingeleitet bzw. zusätzlich stark verstärkt. Dadurch, dass die Durchblutung verschlechtert ist, wird Sauerstoff- sowie wichtige Nährstoffe langsamer transportiert. Abfälle werden nicht schnell entsorgt und die Haut von Rauchern ist um 20-40% dünner als jene eines Nichtrauchers. Sie verliert an Geschmeidigkeit und neigt zur Faltenbildung. Ebenso hat Rauchen Auswirkungen auf das im Bindegewebe als hautstraffend bekannte Kollagen: Es wird angegriffen und der hautstraffende Effekt geht verloren. Vitamin C, ein wichtiger Mikronährstoff für das Bindegewebe, ist zudem bei Zigarettenkonsumenten meist mit einem Mangel bzw. einem erhöhten Bedarf an Vitamin C verbunden. Ein weiterer Nachteil für die Hautbeschaffenheit [6].

Zeichen für die Abhängigkeit von Nikotin

Das Ausmaß der Abhängigkeit kann mit psychometrischen Tests, z. B. dem Fagerström-Test, schnell und zuverlässig erhoben werden.

Folgende Kriterien deuten darauf hin, dass man eine Abhängigkeit nach einer Substanz entwickelt hat:

  1. Starker Wunsch zu rauchen
  2. Eingeschränkte Kontrolle über den Zigarettenkonsum
  3. Abstinenzunfähigkeit
  4. Entwicklung von Toleranzen und Erhöhung der Nikotinmenge
  5. Entzugserscheinungen, wenn nicht konsumiert werden kann
  6. Interessen und Aktivitäten werden zugunsten des Konsums vernachlässigt [7]

Hinzu kommt ebenso das schlechte Gewissen und der Gedanke eigentlich lieber aufhören zu wollen, das Gefühl eines vorherrschenden „Beschaffungszwangs“, wenn sich die Packung dem Ende neigt, das hastige „Vorrauchen“, wenn man weiß, dass man für einen gewisse Zeit vorübergehend nicht rauchen kann sowie die Billigung von Schäden in Bezug auf die Gesundheit [8].

Entspannter Schlusspunkt – es hat sich ausgenebelt

Die Aufgabe des Rauchens hat sowohl unmittelbar nach dem Rauchstopp als auch langfristig positive Effekte auf die Gesundheit. Der erfolgreiche Rauchstopp ist abhängig von der Motivation des Rauchers und ist eine Voraussetzung. Aufhören muss gewollt sein.

Folgende Vorteile kann man sich dafür vor Augen halten:

Benefits für die Gesundheit

Das Risiko für viele Krankheiten wird verringert- die Lebenserwartung steigt. Man fühlt sich energiegeladener, die Sinneswahrnehmung (Geruch- und Geschmack) und Atmung verbessern sich.

Benefits für das Aussehen

Gelbe Finger, verfärbte Zähne und vorzeitige Hautalterung können gestoppt werden – der Rauchgeruch ist ebenso Vergangenheit.

Benefits für das psychische Wohlbefinden

Die Suche nach der nächsten Rauchmöglichkeit oder dem nächsten Zigarettenautomaten setzt nicht mehr unter Druck. Wer eine Sucht überwindet, stärkt auch sein Selbstvertrauen.

Benefits für die Finanzen

Die Ersparnis, wenn keine kein Tabak mehr gekauft werden muss ist mitunter auch ein wesentlicher Faktor das Rauchen zu beenden.

Hilfe auf dem Weg zum Nichtraucher

Hilfe auf dem Weg zum Nichtraucher

Um sich auf Dauer vom Tabaklaster zu befreien sollte sowohl die körperliche wie auch psychische Abhängigkeit berücksichtigt werden [3].

Mithilfe einiger Maßnahmen und Tipps lässt sich der Weg aus der Abhängigkeit unterstützen. Sind Sie fest entschlossen das bis dato gelebtes Verhalten aufzugeben kann manchmal auch eine Vorbereitung nötig sein und sich so einiger Dinge vorab bewusst zu werden. Bei welchen Gelegenheiten und in welchen typischen Situationen rauchen Sie? Greifen Sie gerne zur Zigarette, wenn die Arbeitsbelastung hoch ist; beim Warten, nach dem Essen oder beim Telefonieren? Gibt es bestimmte Stimmungen und Sie greifen vermehrt zur Zigarette? Ärger, Aufregung, Langeweile oder Stress? [9].

Führen Sie ein Rauchertagebuch

Um zu wissen und sich vor Augen zu führen, wann genau kritische Punkte bestehen und wann man in typischen Momenten zur Zigarette greift kann man vor dem Rauchstopp ein Tagebuch dazu führen. Hierbei geht es darum, das Rauchverhalten zu erfassen. Ein Rauchertagebuch macht zwar auf den ersten Blick etwas Mühe, dafür wird aber genau veranschaulicht wann geraucht wird und zeigt möglicherweise bereits erste rauchfreie Alternativen auf. Reduzieren Sie dazu aber noch nicht Ihren Zigarettenkonsum, oder schieben Sie Zigaretten auf, ansonsten fällt es Ihnen vorab schwer einzuschätzen, wo die größten Hürden und Gefahren lauern.

Halten Sie täglich folgendes in Ihrem Tagebuch zu jeder Zigarette fest:

  • Zigarette Nr.
  • Uhrzeit
  • Ort
  • Wie wichtig ist diese Zigarette (0 = unwichtig | 5 = wichtig)
  • Stimmung (1 = sehr gut | 5 = sehr schlecht)
  • Besonderheiten
  • Wurde die Erwartung erfüllt? (0 = gar nicht | 5 = vollkommen)

Es wird empfohlen das Tagebuch über das Rauchverhalten an drei Tagen unter der Woche und an einem Tag am Wochenende auszufüllen [9]. Danach kann Bilanz gezogen werden.

Entspannung finden – auf neue Gemütlichkeiten freuen

Entspannung finden – auf neue Gemütlichkeiten freuen

Richtig, eine Zigarette reguliert vieles im Leben von Rauchern. Und als Raucher hat man das Gefühl eine Zigarette entspannt. Sie überbrückt Situationen der Langeweile und dient dem sprichwörtlichen „Festhalten“ bei negativen Gefühlen wie etwa Anspannung oder Traurigkeit. Eine genutzte Möglichkeit von Rauchern mit Stress umzugehen.

Dass das Rauchen aber nicht die einzige Entspannungsmaßnahme darstellt ist auch klar. Wie wäre es sonst um Nichtraucher bestellt, wenn Sie keine andere Methode hätten Stress abzubauen? Eine Möglichkeit, mit Stress anders umzugehen als zu rauchen, sind Entspannungsübungen oder autogenes Training. Genießen Sie zudem das neu gefundene Gefühl der Gemütlichkeit, nicht mehr der Hektik zu verfallen den nächsten Glimmstängel zu benötigen [9].

Kritische Punkte im Blick behalten

Werden Sie sich darüber im Klaren, welche kritischen Punkte Ihnen den Weg blockieren könnten. Vielleicht hilft auch ein Gespräch mit einem ehemaligen Raucher und dessen Ausstieg. Vielleicht lassen sich von vornherein Auslösesituationen, die mit dem Rauchen einer Zigarette verbunden sind, vermeiden. Beispielsweise anstelle der morgendlichen Zigarette zum Kaffee trinken Sie stattdessen Tee [9].

Spornen Sie sich an

Es wird auch kritische Momente geben. Wappnen Sie sich gegen den inneren Schweinehund. Eine Motivation zum Durchhalten ist die eigene Gesundheit! Beobachten Sie Ihre gesundheitlichen Verbesserungen nach dem Rauchstopp. Bereits nach 20 Minuten sind diese nämlich schon da: Puls und Blutdruck sinken auf normale Werte. Vielleicht hilft Ihnen auch ein persönlicher Schlachtruf, um sich persönlich anzuspornen [9]. Planen Sie schon vorab lustige Aktivitäten und neue Hobbys in Ihren Alltag integrieren. Spezielle Mikronährstoffformeln können ebenso gegen die Gereiztheit und Angespanntheit helfen. Für mehr Leichtigkeit und Freude beim Weg in das neue Leben.

Belohnen Sie sich

Ein Kinobesuch, ein Entspannungsbad oder die Auszeit mit einem guten Buch. Legen Sie das Geld, das Sie früher verraucht haben, beiseite und machen Sie sich damit immer wieder kleine Freuden.

Bewegung macht glücklich

… und in akuten Stress-Situationen hilft es die angestaute Energie loszuwerden. Sie können Ihr Wohlbefinden auch mit kleinen Bewegungsphasen wie Gymnastikeinheiten oder Treppensteigen oder Spaziergänge im Freien unterstützen.

Auch diese Tipps und Maßnahmen sind hilfreich:

  1. Suchen Sie Verbündete: Schwere Wege lassen sich so leichter bewältigen.
  2. Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, wenn Sie an den Punkt stoßen und das Gefühl haben jene zu benötigen.
  3. Nikotinersatz ist ok: Nikotinpflaster, Lutschtabletten oder Kaugummis sind ok, wenn der Ausstieg damit leichter fällt lohnt es sich allemal auf jene zurückzugreifen [9].

Nikotinersatz ist oke

Eine weitere natürliche Möglichkeit und eine Unterstützung auf dem Weg zum Nichtraucher bietet ebenso Cannabidiol.

Entwöhnung durch Cannabidiol

Cannabidiol ist für extrem viele Auswirkungen bekannt, fast könnte man es als Wundermittel bezeichnen, was allerdings etwas zu hoch gegriffen wäre. Tatsächlich aber birgt der Stoff CBD ungeahntes Potenzial, nicht nur in Sachen Schmerzlinderung oder im Bereich von Anfällen. Diverse Forschungen aus London weisen darauf hin, dass CBD auch bei schlechten Gewohnheiten helfen könnte, diese letztendlich bleiben zu lassen. In einer der Studien beteiligte man 24 Raucher, welche allesamt den Wunsch hegten, möglichst schnell rauchfrei zu werden. Zu zwei Teilen verabreichte man den Probanden ein Placebo und das CBD, beides in Form eines Inhalators. Dieser sollte über eine Woche hinweg verwendet werden, wenn der Drang zum Rauchen gegeben war. Welche Aussagen können über das Rauchverlangen gemacht werden?

Die Teilnehmer mit Placebo Behandlung konnten die Anzahl der gerauchten Zigaretten nicht verringern, welchen sie binnen der gleichen Woche konsumierten. Bei denjenigen Probanden, die mit CBD behandelt wurden, konnte der Konsum deutlich um 40% reduziert werden. Die Ergebnisse einer darauffolgenden Nachuntersuchungen zeigten zudem eine gewisse Beibehaltung des geringeren Zigarettenkonsums. Es besteht aber weiterhin Forschungsbedarf. Bislang wird angenommen, dass die Verbindungen der Rezeptoren des körpereigenen Endocannabinoid-Systems und das CBD, für gewisse Veränderungen im Erinnerungs- oder Gedächtnisprozesses sorgen. Dieses wäre nämlich maßgeblich dafür verantwortlich, dass der Raucher immer wieder zur Zigarette greift. Genauer gesagt, wird die Erinnerung daran gelöscht, wie es ist, eine Zigarette in Form einer Belohnung zu rauchen.

CBD schwächt das Suchtverhalten ab

Letztere Annahme wäre nur logisch, denn unlängst ist bekannt, dass CBD Öl auch bei Angststörungen oder Panikattacken helfen kann. Auch hier werden antrainierte Trigger, die auf gewissen Situationen basieren, ausgeschaltet oder umgekoppelt.

  • Zum Beispiel: Einige Menschen mit einer Angststörung erleben in geschlossenen Räumen das Gefühl, nicht mehr atmen zu können und festzusitzen. Daraus resultieren Herzklopfen, Schweißausbrüche und Zitteranfälle. Das Ergebnis für das menschliche Erinnerungsvermögen lautet demnach, dass Fahrstühle in Einkaufszentren Angst auslösen. Und genau diese falsch verknüpften Synapsen könnten sich durch CBD lösen, bzw. ausschalten lassen.

Bezieht man den gleichen Vorgang auf den Zusammenhang, dass man zu einem Kaffee eine Zigarette benötigt, so könnte das Rauchverlangen während dem Kaffeetrinken ausbleiben.

Cannabidiol gegen die Symptome eines Entzugs

Was aber, wenn die Sucht nach einer Droge bereits so intensiviert ist, dass ein kalter Entzug notwendig ist? Dann gilt es, die Symptome eines Entzugs zu bekämpfen, die zwangsläufig einhergehen. Kann CBD auch an dieser Stelle weiterhelfen, wenn es beispielsweise um Schlaflosigkeit, Appetitverlust oder Reizbarkeit geht? Aktuell geht man davon aus, dass nach Beendigung eines starken Cannabiskonsums, CBD helfen kann, die Entzugssymptome zu reduzieren. Das bedeutet, dass der Appetit zurückkehren kann, die Reizbarkeit einer tiefen Entspannung weicht und auch das Schlafen weit besser funktioniert. Das wäre eigentlich nur logisch, da CBD das genaue Gegenteil des THC darstellt und die Aufgabe hat, den Appetit zu fördern und die Muskeln zu entspannen (Natürlich neben einer Palette weiterer Wirkungen).

Aber was ist mit echten Drogen, mit Alkohol, Opiaten oder mit Heroin? Können auch hier die Entzüge einfacher gestaltet werden, sodass die Patienten weniger häufig rückfällig werden? Getestet wurde dies bislang nur an Ratten. Bei ihnen schwächte das Verlangen nach weiterem Heroin deutlich ab, nachdem man es ihnen häufiger verabreichte. Sofern dies auch auf den Menschen übertragbar ist, wäre genau das ein wichtiger Schritt im Bereich Entzug. Nach der Einnahme von CBD normalisierten sich die Vorgänge des Endocannabinoidsystems und die des Glutamat-Systems einer bestimmten Region im Hirn. Und genau das lässt künftig hoffen, dass Suchtkranken an dieser Stelle geholfen werden kann, clean zu bleiben. Betrachten wir nur die Tatsache, wie viele Alkoholabhängige es alleine in Deutschland anzutreffen gibt und wie viele von ihnen nach einem Entzug rückfällig werden.

CBD und Sucht – Auswirkungen

Inzwischen ist man um einige Studien, Erfahrungen und Forschungen reicher und kennt einige Auswirkungen auf den menschlichen Körper. CBD hemmt nachweislich die belohnungsfördernde Wirkung im Körper auf eine bestimmte Substanz. So werden viel weniger Stoffe wie etwa Dopamin ausgeschüttet, wenn man sich mit einer Zigarette oder mit einem Glas Wein „belohnt“.

Cannabidiol hemmt weiterhin die Auslösereize und normalisiert neuronale Störungen. CBD besitzt also hervorragende Eigenschaften und unterstützt unseren Willen, mit dem Rauchen aufzuhören. Einfach indem es die auslösenden Reize und gewohnten Gedankengänge löscht. Vergessen wir nicht, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist und sich Dinge nur allzu leicht angewöhnt. Auf diese immer gleiche Weise entstehen auf vielen Ebenen Süchte, die nicht immer problematisch sein müssen. Aber auch Kaffee kann eine Sucht sein, Sport kann süchtig machen und selbst das Nägelkauen kann als so etwas wie eine Sucht bezeichnet werden.

Wie viel CBD Öl zur erfolgreichen Rauchentwöhnung?

Die Dosierung und Verwendung von CBD Öl ist immer individuell und vom jeweiligen Produkt abhängig. Hier ist jedem selbst geraten, sich an die Dosierung heranzutasten. Beim Thema Raucherentwöhnung lohnt sich das Führen eines Tagebuches, indem die Zigarettenanzahl pro Tag festgehalten wird und die Einnahme des CBD Öl gegenüber steht. So ist genau zu beobachten, wie viel CBD Öl Tropfen es benötigt, um den Zigarettenkonsum reduzieren zu können. Möglicherweise ist es zudem interessant, gewisse neue AHA-Erlebnisse zu notieren, die in Verbindung mit der Einnahme von CBD erfolgten. Zum Beispiel dann, wenn nach einer 1-wöchigen Einnahme eines 10%igen CBD Öls das Verlangen einer Zigarette während eines Kaffees völlig ausbleibt.

Wichtig ist nur, in kleinen Dosierungen anzufangen, um die richtige Anzahl an Tropfen nicht zu verpassen und um seinen Körper an die Zugabe zu gewöhnen. Und keine Sorge – durch die Einnahme von CBD Öl entsteht keine neue Abhängigkeit.

Fazit

Wer raucht setzt sich der Gefahr aus krank zu werden. Um sein gesundheitliches Risiko zu verringern empfiehlt sich in jeder Hinsicht ein Rauchstopp. Auch wenn Sie es erfolgreich geschafft haben und der akute Drang nach Zigaretten abgelassen hat, hat sich dieser in manchen Situationen aber noch nicht ganz in Luft aufgelöst. In diesen kritischen Momenten ist es ausschlaggebend die richtigen Tipps und Maßnahmen zu tun und eine Alternative zur Zigarette zu finden. CBD kann dabei unterstützen die gesundheitlichen Vorteile eins rauchfreien Lebens zu genießen. Während und nach dem Rauchstopp.

Quellen

[1] Schalle K. et al (2008). Nikotin. Pharmakologische Wirkung und Entstehung der Abhängigkeit. Fakten zum Rauchen. Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg. Download vom 11. Januar 2021, von [Quelle]

[2] World Health Organization (2009). Global health risks. Download vom 11. Januar 2021, von [Quelle]

[3] Batra L., Lindinger P. (2013). Tabakabhängigkeit. Suchtmedizinische Reihe. Band 2. Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.

[4] Schmiedel V. (2019). Nährstofftherapie. Orthomolekulare Medizin in Prävention, Diagnostik und Therapie. Thieme Verlag: Stuttgart. S. 82 und 83.

[5] Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs. Gesundheitliche Folgen des Rauchens. Download vom 12. Januar 2021, von [Quelle]

[6] Döll M. (2016). Natürlich Jung mit Antioxidantien und bioaktiven Pflanzenstoffen. Herbig Verlag: München. S. 35, S. 114.

[7] Süddeutsche Zeitung. Die Zeichen der Sucht. Download vom 12. Januar 2021, von [Quelle]

[8] Deutsches Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft. Tabakabhängigkeit. Download vom 12. Januar 2021, von [Quelle]

[9] Beckmann I.-A., Lindinger P. (2008) Deutsche Krebshilfe e.V. Präventionsratgeber 4 erfolgreich zum Nichtraucher. Aufatmen. Download vom 12. Januar 2021, von [Quelle]

[10] Morgan C. et al. (2013). Cannabidiol reduces cigarette consumption in tobacco smokers: Preliminary findings. Download vom 14. Januar 2021, von [Quelle]