Wenn im Frühjahr die ersten wärmenden Sonnenstrahlen unser Gemüt erhellen und unsere Stimmung steigt, wächst auch die Kraft der Natur an und bringt die Flora wieder zum Blühen. Doch dieser regelmäßige Kreislauf der Natur ist, ungeachtet der Schönheit von Bäumen und Blumen, für viele Personen auch die Zeit, in der sie vermehrt mit allergischen Reaktionen zu kämpfen haben. Denn sogenannte Frühblüher sorgen, wie der Name bereits verrät, sehr zeitig im neuen Jahr, für lästige Beschwerden wie juckende Augen, Niesen oder rinnende Augen.

Was ist eine Allergie?

Unter einer Allergie versteht man grundsätzlich eine Abwehrreaktion des Immunsystems. Diese verstärkte Reaktion tritt gegenüber völlig normaler bzw. harmloser Stoffe der Umwelt – auch Allergene genannt – auf. Besonders weit verbreitet unter den Allergien ist der sogenannte Heuschnupfen. Dieser nimmt eine „bedeutende“ Rolle ein, zählt er doch zu den am häufigsten verbreiteten Allergien. Diese Entzündung der Nasenschleimhaut wird durch eine allergische Reaktion auf Pollen (Polleneiweiß) ausgelöst und tritt in den meisten Fällen bereits bei Kindern auf. Oftmals „begleiten“ Allergien betroffene Personen ein Leben lang. Gerade in Bezug auf Atemwegsbeschwerden kann eine fortdauernde und nicht behandelte Allergie in weiterer Folge zu Asthma führen. Nicht zu verwechseln sind Allergien mit Unverträglichkeiten. Hierbei gibt es deutliche Abgrenzungspunkte.

Allergiefälle häufen sich

Die Zahl der von einer Allergie betroffenen Personen ist im Steigen begriffen. Bereits knapp unter 40% der Österreicherinnen und Österreicher leiden nämlich unter einer Allergie. Diese Werte haben sich im Vergleich der letzten Jahre deutlich gesteigert. Von 2013 bis zum Ende des Jahres 2017 wurde, laut Österreichischer Gesellschaft für Pneumologie (ÖPG), ein Anstieg von 13% verzeichnet. Als Ursache für diese gesteigerten Werte wird u.a. der Klimawandel angegeben. Besonders die steigende Feinstaubbelastung sowie das Ozonloch gelten hierbei als Hauptkriterien.

Was tun bei Beschwerden?

Grundsätzlich ist es wichtig bei allergischen Beschwerden mit einem Arzt darüber zu sprechen. Immunisierungs- oder Sensibilisierungstherapien in Absprache mit Medizinern können Abhilfe schaffen. Doch sind es auch bereits kleine „Kniffe“ im Alltag die dazu beitragen können, dass Allergien nicht so stark wahrgenommen werden und die dadurch verursachten Beschwerden linder ausfallen.

Tipps für die Pollenzeit

  • Wäsche nicht im Freien aufhängen
  • Regenphasen ausnützen, um die Wohnung zu lüften
  • Zigarettenrauch vermeiden
  • Pollenflugkalender als APP aktivieren
  • Bei gereizten Augen das Tragen von Kontaktlinsen vermeiden
  • Schützen Sie Ihre Augen mithilfe einer Sonnenbrille
  • Auf Mikronährstoffzufuhr achten

Allergien beeinflussen das Leben vieler betroffener Personen. Doch mit dem richtigen Verhalten, sowie der medizinischen Unterstützung Ihres Arztes kann den Beschwerden Abhilfe geschaffen werden. So können auch Sie den Frühling in vollen Zügen genießen.